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Die Verordnung muss in 3 Arbeitstagen zur Kasse – Unterlagen für den Verbandwechsel zu Hause

Veröffentlicht am 30. September 2026 · Sonnenstrahlen Pflege, Berlin

Die Verordnung muss in 3 Arbeitstagen zur Kasse – Unterlagen für den Verbandwechsel zu Hause

Spätestens am dritten Arbeitstag nach der Ausstellung muss die Verordnung bei der Krankenkasse sein – dann zahlt sie den Verbandwechsel zu Hause ab dem ersten Tag, auch während sie noch prüft. Für den Start braucht der Pflegedienst drei Unterlagen: die ärztliche Verordnung häuslicher Krankenpflege (Muster 12), ein Rezept für das Verbandmaterial und den Arztbrief mit der bisherigen Wundbehandlung. Einen Pflegegrad brauchen Sie dafür nicht.

Welche Unterlagen braucht der Pflegedienst für den Verbandwechsel?

Diese Checkliste deckt den Erstbesuch ab:

  • Verordnung häuslicher Krankenpflege (Muster 12): von der Haus- oder Facharztpraxis, bei der Entlassung auch vom Krankenhaus
  • Rezept für das Verbandmaterial: Wundauflagen, Kompressen und Fixierung werden gesondert verordnet und kommen aus der Apotheke oder vom Sanitätshaus
  • Arztbrief oder Entlassbrief: Diagnose, Art der Wunde und die bisherige Wundbehandlung
  • Bisherige Wunddokumentation, falls vorhanden: Größe, Verlauf und die zuletzt benutzten Auflagen
  • Medikationsplan: Blutverdünner, Kortison oder Diabetes-Medikamente beeinflussen die Heilung
  • Versichertenkarte und die Kontaktdaten der behandelnden Praxis
  • Hinweise auf Allergien, zum Beispiel gegen Pflaster oder Desinfektionsmittel

Fehlt beim ersten Termin noch etwas, fangen wir trotzdem an – wichtig ist vor allem die Verordnung.

Was muss auf der Verordnung stehen?

Die Verordnung sagt der Krankenkasse, was wie oft und wie lange gemacht wird: die Diagnose, welche Wunde wo versorgt wird, die Maßnahme – zum Beispiel „Verbandwechsel“ –, die Häufigkeit (etwa täglich oder dreimal pro Woche) und den Zeitraum. Bei chronischen Wunden wie einem offenen Bein oder einem Druckgeschwür gehören auch Art und Größe der Wunde dazu. Fehlen Angaben, fragt die Kasse nach, und der Start verzögert sich. Was genau behandelt wird, legt die Arztpraxis fest; der Pflegedienst setzt die Anordnung bei Ihnen zu Hause um.

Wer bezahlt den Verbandwechsel zu Hause?

Die Krankenkasse – der Verbandwechsel ist Behandlungspflege nach § 37 SGB V. Sie rechnet direkt mit dem Pflegedienst ab, eine Rechnung über die Pflegeleistung bekommen Sie nicht. Offen bleiben nur die gesetzlichen Zuzahlungen, sofern Sie nicht befreit sind:

  • Häusliche Krankenpflege: 10 % der Kosten plus 10 € je Verordnung, begrenzt auf die ersten 28 Tage im Kalenderjahr
  • Verbandmaterial: 10 % des Preises, mindestens 5 € und höchstens 10 € je Mittel

Das Budget der Pflegekasse bleibt davon unberührt. Wer einen Pflegegrad hat, verliert durch die Wundbehandlung kein Pflegegeld und keine Sachleistung.

Wie läuft der Start der Wundbehandlung in Berlin ab?

  • Verordnung: Die Praxis stellt Muster 12 und das Rezept für das Material aus.
  • Erstbesuch: Wir sehen uns die Wunde an, prüfen Material und Unterlagen und halten den Befund fest – Größe, Wundrand, Exsudat, Schmerzen, auf Wunsch mit Foto.
  • Einreichen: Die Verordnung geht innerhalb von drei Arbeitstagen an Ihre Krankenkasse.
  • Versorgung: Verbandwechsel zum vereinbarten Termin, in der verordneten Häufigkeit. Die Dokumentation geht an die Praxis, damit dort über Änderungen entschieden wird.
  • Folgeverordnung: Läuft der Zeitraum aus, melden wir uns rechtzeitig bei der Praxis.

Welche Wunden wir zu Hause versorgen, steht auf unserer Seite zur Wundversorgung in Berlin. Fragen zur Wundpflege bei Pflegebedürftigen – etwa zur Druckentlastung im Bett – besprechen wir gleich beim Erstbesuch.

Häufige Fragen

Darf das Krankenhaus den Verbandwechsel verordnen?

Ja. Im Entlassmanagement darf die Klinik häusliche Krankenpflege für bis zu sieben Tage nach der Entlassung verordnen. Danach übernimmt die Haus- oder Facharztpraxis die Folgeverordnung.

Was passiert, wenn die Verordnung zu spät bei der Kasse ist?

Dann ist nicht mehr sicher, dass die Kasse die Einsätze bis zu ihrer Entscheidung übernimmt. Deshalb reicht der Pflegedienst die Verordnung am besten gleich nach dem Erstbesuch ein.

Wer besorgt das Verbandmaterial?

Die Arztpraxis verordnet es, Apotheke oder Sanitätshaus liefern es zu Ihnen nach Hause. Der Pflegedienst behält den Vorrat im Blick und meldet sich, bevor das Material ausgeht.

So helfen wir Ihnen weiter

Sie haben eine Verordnung für den Verbandwechsel oder werden bald mit einer Wunde entlassen? Rufen Sie uns an unter 030 64828209 oder nutzen Sie das Formular auf sonnenstrahlen-pflege.de. Wir prüfen die Unterlagen kostenlos, reichen die Verordnung für Sie ein und melden uns noch am selben Werktag. Allgemeines zur medizinischen Pflege zu Hause lesen Sie auf unserer Seite zur Behandlungspflege in Berlin.

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