2 Paar zum Wechseln zahlt die Krankenkasse – so bekommen Sie Kompressionsstrümpfe auf Rezept
Veröffentlicht am 8. Oktober 2026 · Sonnenstrahlen Pflege, Berlin
Kompressionsstrümpfe zahlt die Krankenkasse auf ärztliches Rezept, in der Regel 2 Paar zum Wechseln – eines am Bein, eines in der Wäsche. Weil die Strümpfe nach etwa sechs Monaten an Druck verlieren, gibt es dann eine Folgeversorgung. Sie zahlen 10 % des Preises zu, mindestens 5 € und höchstens 10 € je Hilfsmittel. Kann jemand die Strümpfe nicht selbst anziehen, kommen eine Anziehhilfe auf Rezept oder ein Pflegedienst auf Verordnung dazu.
Zahlt die Krankenkasse Kompressionsstrümpfe?
Ja, sie sind eine Kassenleistung, wenn sie medizinisch nötig sind – etwa bei Venenschwäche, Krampfadern, nach einer Thrombose, bei einem Lymphödem oder nach einer Operation. Kompressionsstrümpfe sind Hilfsmittel nach § 33 SGB V. Verschreiben lassen Sie die Strümpfe in der Haus- oder Facharztpraxis, ein Sanitätshaus oder eine Apotheke mit Vertrag Ihrer Kasse misst aus und liefert. Einen Pflegegrad brauchen Sie dafür nicht. Auch Kompressionsstrumpfhosen und Armstrümpfe, etwa nach einer Brustkrebs-Operation, gibt es auf Rezept. Bei privat Versicherten richtet sich die Erstattung nach dem Tarif.
Was muss auf dem Rezept stehen?
Kompressionsstrümpfe werden auf dem rosa Rezept (Muster 16) verordnet. Damit das Sanitätshaus richtig versorgen kann, gehören darauf:
- Diagnose, zum Beispiel chronische Venenschwäche oder Lymphödem
- Kompressionsklasse von 1 (leicht) bis 4 (extra kräftig)
- Länge: Wadenstrumpf, Halbschenkelstrumpf, Schenkelstrumpf oder Strumpfhose
- Anzahl, meist ein oder zwei Paar, und ob Serien- oder Maßanfertigung
- bei Bedarf Zusätze wie Haftband oder offene Fußspitze
Gemessen wird am besten morgens, wenn die Beine noch nicht geschwollen sind.
Gibt es die Anziehhilfe auch auf Rezept?
Ja. Wer die Strümpfe wegen Arthrose in den Händen, Rückenproblemen oder nach einer Hüft-OP nicht selbst anziehen kann, bekommt eine An- und Ausziehhilfe als eigenes Hilfsmittel verordnet. Das Sanitätshaus zeigt, wie sie funktioniert. Reicht das nicht, kann die Arztpraxis das An- und Ausziehen ab Kompressionsklasse 2 als häusliche Krankenpflege verordnen. Dann kommt ein Pflegedienst morgens und abends, bezahlt von der Krankenkasse – mit der gesetzlichen Zuzahlung von 10 € je Verordnung und 10 % an den ersten 28 Tagen im Jahr. Wie das bei uns abläuft, steht auf unserer Seite zur Behandlungspflege in Berlin.
Wie oft gibt es neue Kompressionsstrümpfe?
Die Strümpfe halten den nötigen Druck etwa sechs Monate. Danach verordnet die Praxis eine Folgeversorgung, meist wieder mit Wechselpaar. Früher gibt es Ersatz, wenn sich der Beinumfang deutlich ändert, etwa nach starker Gewichtsabnahme oder wenn ein Ödem zurückgeht. Waschen Sie die Strümpfe möglichst täglich mit einem milden Mittel bei niedriger Temperatur – das erhält die Kompression länger.
Häufige Fragen
Wie viele Paar Kompressionsstrümpfe zahlt die Krankenkasse?
In der Regel zwei Paar zum Wechseln, bei der ersten Versorgung und wieder nach etwa sechs Monaten. Mehr gibt es nur mit besonderer Begründung der Arztpraxis.
Was kostet ein Kompressionsstrumpf mit Rezept?
Sie zahlen 10 % des Preises, mindestens 5 € und höchstens 10 € je Hilfsmittel. Wer von Zuzahlungen befreit ist, zahlt nichts. Wählen Sie eine teurere Ausführung als nötig, tragen Sie den Mehrpreis selbst.
Wer zieht die Strümpfe an, wenn ich es nicht schaffe?
Probieren Sie zuerst die Anziehhilfe auf Rezept. Reicht sie nicht, verordnet die Arztpraxis das An- und Ausziehen durch einen Pflegedienst, ab Kompressionsklasse 2 als Leistung der Krankenkasse.
So helfen wir Ihnen weiter
Sie schaffen das An- und Ausziehen der Kompressionsstrümpfe nicht mehr allein? Rufen Sie uns an unter 030 64828209 oder nutzen Sie das Formular auf sonnenstrahlen-pflege.de. Wir klären die Verordnung kostenlos mit Ihrer Arztpraxis und melden uns noch am selben Werktag.
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