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Stomagürtel und Bandage sind 2 verschiedene Hilfsmittel, beide gibt es auf Rezept

Veröffentlicht am 2. November 2026 · Sonnenstrahlen Pflege, Berlin

Stomagürtel und Bandage sind 2 verschiedene Hilfsmittel, beide gibt es auf Rezept

Ja, beides gibt es auf Rezept, aber als 2 verschiedene Hilfsmittel. Den Stomagürtel zahlt die Krankenkasse als Stomaartikel, wenn die übliche Befestigung nicht reicht oder Sie körperlich aktiv sind. Die Stomabandage, eine Leibbinde mit Öffnung für den Beutel, ist ein eigenes Hilfsmittel mit eigener Zuzahlung.

Wann zahlt die Krankenkasse den Stomagürtel?

Der Gürtel hält Basisplatte oder Beutel am Körper und soll Dichtheit und Sitz unterstützen. Die Versorgung braucht dafür eine passende Vorrichtung, etwa Ösen am Beutel zum Einhaken, sonst gibt es Halteringe. Im Hilfsmittelverzeichnis der Krankenkassen steht er unter den Stomaartikeln, also in derselben Gruppe wie Beutel und Platten. Die Praxis nennt auf dem Rezept Bezeichnung, Menge, Zeitraum und Grund.

Selbstklebende Haftflächen machen einen Gürtel meist überflüssig, manchen Menschen gibt er trotzdem mehr Sicherheit. Zu viel Druck schadet: Vor allem zusammen mit einer gewölbten Platte kann ein Gürtel oder eine Bandage auf Dauer die Haut schädigen. Hält die Platte nicht dicht, lassen Sie die Versorgung deshalb zuerst von der Stomatherapie neu anpassen.

Wann gibt es eine Stomabandage auf Rezept?

Leibbinden zahlt die Krankenkasse nur in wenigen Ausnahmen, und Menschen mit Stoma gehören dazu. Die anderen Ausnahmen sind frisch Operierte, eine Bauchwandlähmung und ein Bauchwandbruch. Zweck ist die Stabilisierung der Bauchwand. Die Bandage muss eine Öffnung für den Beutel haben oder sich zuschneiden lassen.

Typisch ist ein Bruch neben dem Stoma, bei dem sich die Bauchdecke vorwölbt. Die Haftfläche liegt dann unter der Leibbinde, der Beutel kommt durch ein passgenaues Loch nach außen. Zeigen Sie einen solchen Bruch früh in der Praxis: Häufig reicht eine angepasste Bandage, größere Brüche müssen operiert werden. Darm kann sich im Bruch einklemmen: Bei anhaltenden starken Krampfschmerzen oder Erbrechen gehen Sie in die Klinik, im Notfall wählen Sie die 112.

Eine Bandage allein zum Schutz bei Sport oder Arbeit zahlt die Kasse nicht.

Was zahlen Sie dazu, und was zahlen Sie selbst?

  • Beutel, Platten, Pasten, Ringe: 10 %, höchstens 15 € für den gesamten Monatsbedarf
  • Stomabandage: 10 % des Preises, mindestens 5 €, höchstens 10 €, ab dem 1.1.2027 mindestens 7,50 €, höchstens 15 €, nie mehr als das Mittel kostet
  • Stomagürtel: Das hängt am Vertrag Ihrer Kasse. In einem Kassenvertrag, den wir gelesen haben, gehört der Gürtel zu den Stomaartikeln der Monatspauschale, die Bandage ausdrücklich nicht. Fragen Sie Ihren Versorger vor der Lieferung.
  • Ganz selbst: Entsorgungsbeutel, Geruchsmittel, Bademode und Wäsche, meist auch Schutzgürtel und Schutzkappen für den Sport

Wer die Belastungsgrenze erreicht, 2 % der Bruttoeinnahmen, bei chronisch Kranken 1 %, kann sich von Zuzahlungen befreien lassen.

Welches Stoma-Zubehör gibt es sonst, und brauchen Sie besondere Hosen?

Die Hautschutzplatte ist die Schutzschicht zwischen Haut und Beutel, beim zweiteiligen System bleibt sie kleben, während der Beutel öfter wechselt. Hautschutzring und Paste gleichen Mulden und Narben aus, zu viel Paste verkürzt die Haftung, nehmen Sie wenig davon. Die Stomakappe deckt das Stoma in ausscheidungsfreien Zeiten ab, zum Beispiel beim Schwimmen mit Kolostoma, sie fasst nur kleine Mengen, darum eignet sie sich nicht für Stomaarten mit ständigem Stuhl- oder Urinfluss. Besondere Hosen brauchen Sie mit einem Stoma meist nicht: Tragen Sie Ihre gewohnte Kleidung, nur sollte nichts direkt auf das Stoma drücken.

Häufige Fragen

Wie oft gibt es eine Stomabandage auf Rezept?

Eine feste Stückzahl oder Frist für die Stomabandage nennt das Hilfsmittelverzeichnis nicht. Der Anspruch umfasst auch die notwendige Änderung und Ersatzbeschaffung. Passt die Bandage nicht mehr oder ist sie abgenutzt, sprechen Sie die Praxis an und fragen Sie bei der Kasse nach.

Gibt es Pflasterentferner und Stomakappen auf Rezept?

Ja, beide stehen als Stomaartikel im Hilfsmittelverzeichnis, ebenso Hautschutzringe, Pasten und Filter. Pflasterentferner lösen stark klebende Flächen schonend ab, im Dauergebrauch können sie die Haut austrocknen.

Zahlt die Krankenkasse Schwimmbandage oder Stoma-Unterwäsche?

Meist nein: Bademode und spezielle Wäsche sind in der Regel keine Kassenleistung. Bei Bandagen lohnt die Frage in der Praxis, ob ein medizinischer Grund besteht, etwa ein Bruch neben dem Stoma.

So helfen wir Ihnen weiter

Gürtel und Bandagen verkaufen wir nicht, und einen Anbieter nennen wir Ihnen nicht. Wir wechseln Beutel und Platte in Berlin West und Nord und melden es Versorger und Praxis, wenn eine Platte nicht dicht hält. Wie das abläuft, steht unter Stomaversorgung zu Hause, Fragen beantworten wir unter 030 64828209

Unsere Leistungen dazu

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