Etwa 6 Wochen brauchen Sie nach der Hüft-OP Gehstützen, die Toilettensitzerhöhung oft länger.
Veröffentlicht am 4. November 2026 · Sonnenstrahlen Pflege, Berlin
Gehstützen, Toilettensitzerhöhung, Greifzange, Strumpfanziehhilfe und ein sicherer Platz in der Dusche: Das sind die Hilfsmittel, die nach einer Hüft-OP zu Hause vor allem zählen. Gehstützen brauchen Sie in der Regel etwa 6 Wochen, alles gegen tiefes Beugen so lange, wie Ihre Klinik das vorgibt, meist 6 Wochen bis 3 Monate. Je Hilfsmittel zahlen Sie 10 % des Preises, mindestens 5 € und höchstens 10 €, ab 1. Januar 2027 mindestens 7,50 € und höchstens 15 €.
Welches Hilfsmittel brauchen Sie wofür?
- Gehstützen: Zwei Stützen bleiben im Schnitt etwa 6 Wochen. Weg dürfen sie, wenn Sie ohne Schmerzen und ohne Hinken gehen und die Muskeln kräftig genug sind. Ein Klinikratgeber rechnet bis zum runden Gangbild mit mindestens 6 bis 8 Wochen.
- Rollator oder Gehbock: Sie kommen infrage, wenn Sie schon vor der OP unsicher gingen, etwa wegen des anderen Beins oder der Wirbelsäule.
- Greifzange: Sie hebt auf, ohne dass Sie sich tief bücken. Das meiden Sie meist bis zu 3 Monate, nach einer OP von hinten laut einem Merkblatt das erste halbe Jahr.
- Strumpfanziehhilfe und langer Schuhlöffel: Sie ersetzen das Greifen zu den Füßen. In den ersten 6 Wochen brauchen Sie laut einem Merkblatt dafür Hilfe oder eine solche Anziehhilfe.
- Für das Bad: eine rutschfeste Matte und ein stabiler Hocker in der Dusche. Haben Sie nur eine Wanne, kann die Arztpraxis bei Bedarf ein Badewannenbrett verordnen.
Wie lange braucht man die Toilettensitzerhöhung?
So lange, wie die Regel gegen tiefes Sitzen gilt. Die Angaben der Kliniken reichen von 6 Wochen bis 3 Monate, und nach einer OP von hinten nennt ein Merkblatt sogar das erste halbe Jahr. Welche Frist für Sie gilt, legt Ihre Klinik fest.
Ob Sie überhaupt eine Erhöhung brauchen, hängt von Toilettenhöhe, Körpergröße und Muskelkraft ab. Die Faustregel: Das Gesäß sitzt etwas höher als das Knie. Prüfen Sie das schon vor der OP, dann kann die Klinik den abnehmbaren Aufsatz rechtzeitig verordnen. Fragen Sie bei der ersten Kontrolle, meist 6 bis 12 Wochen nach der OP, ob er wegkann.
Was zahlt die Krankenkasse?
Hilfsmittel wie Gehhilfen, Greifzange, Toilettensitzerhöhung und Strumpfanziehhilfe kann schon die Klinik verordnen, später die Arztpraxis. Die Anziehhilfe zahlt die Kasse, wenn eine erhebliche Funktionsstörung, etwa der Rumpfbeugung, das Anziehen von Strümpfen sonst unmöglich macht. Die Krankenkasse kann Hilfsmittel auch leihweise überlassen (§ 33 Abs. 5 SGB V), und manche Hilfsmittel lassen sich im Sanitätshaus leihen.
Die Zuzahlung ist nie höher als der Preis des Hilfsmittels. Ein normales Keilkissen zahlen Sie in der Regel selbst, und allgemeine Gebrauchsgegenstände zahlt die Kasse nicht (§ 33 Abs. 1 SGB V).
Häufige Fragen
Wie lange braucht man Krücken nach einer Hüft-OP?
Krücken braucht man nach einer Hüft-OP in der Regel etwa 6 Wochen; dann haben sich Muskeln und Gelenkkapsel meist so weit erholt, dass Sie ohne Gehhilfe zurechtkommen. Wie schnell das geht, hängt von Alter, Muskulatur und Gesundheitszustand ab. Wann die Stützen wegkönnen, legt Ihre Klinik oder Orthopädiepraxis fest.
Braucht man nach einer Hüft-OP ein Pflegebett?
Ein spezielles Krankenbett ist nach einer Hüft-OP nur sehr selten nötig. Ist Ihr Bett zu niedrig, helfen eine zweite feste Matratze oder unterlegte Brettchen. Die Oberkante der Matratze sollte möglichst höher als 45 cm liegen.
So helfen wir Ihnen weiter
Rezept und Lieferung der Hilfsmittel laufen über Arztpraxis und Sanitätshaus, wir verkaufen und verleihen nichts davon. In Berlin West und Nord kommen wir auf Verordnung zu Ihnen, helfen beim Waschen und Anziehen und wechseln verordnete Verbände. Rufen Sie uns an: 030 64828209
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