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Ab etwa 20 € je Einsatz kostet der Apothekengang durch den Pflegedienst – oft zahlt die Pflegekasse

Veröffentlicht am 15. Oktober 2026 · Sonnenstrahlen Pflege, Berlin

Ab etwa 20 € je Einsatz kostet der Apothekengang durch den Pflegedienst – oft zahlt die Pflegekasse

Ja, ein Pflegedienst holt Rezepte und Medikamente aus der Apotheke, aber nicht als Teil der Medikamentengabe, die die Krankenkasse auf Verordnung bezahlt. Den Apothekengang rechnen wir als hauswirtschaftliche Leistung „Einkaufen“ ab, bei uns 2026 gut 21 € je Einsatz, als eigener Besuch mit Einsatzpauschale knapp 27 €. Bezahlt wird das aus der Pflegesachleistung ab Pflegegrad 2 oder aus dem Entlastungsbetrag von 131 € im Monat. Oft geht es auch ohne Pflegedienst, denn viele Apotheken bringen verschreibungspflichtige Medikamente per Botendienst ohne Aufpreis nach Hause.

Besorgt der Pflegedienst Medikamente im Rahmen der Medikamentengabe?

Nein. Die verordnete häusliche Krankenpflege umfasst das Richten der Wochendosette, das Geben der Medikamente und Injektionen wie Insulin. Der Weg zur Apotheke oder zur Arztpraxis gehört nicht dazu, auch wenn wir ohnehin jeden Tag zur Medikamentengabe kommen. Was die Medikamentengabe selbst kostet, steht in unserem Beitrag zu den Kosten der Medikamentengabe.

Einen Teil der Arbeit nimmt Ihnen die Medikamentengabe trotzdem ab: Beim Richten sehen wir, wann eine Packung zur Neige geht, und sagen Ihnen rechtzeitig Bescheid. So bleibt Zeit für das Folgerezept, bevor die Dosette leer ist.

Wie kommen Rezept und Medikamente ohne Pflegedienst ins Haus?

Seit 2024 bekommen gesetzlich Versicherte verschreibungspflichtige Medikamente fast nur noch auf E-Rezept. Diese Wege kosten in der Regel nichts außer der üblichen Zuzahlung:

  • Folgerezept per Anruf: Viele Praxen nehmen Folgerezepte für Dauermedikamente telefonisch oder online an. Das E-Rezept liegt danach im System bereit.
  • Gesundheitskarte in der Apotheke: Angehörige stecken die Karte der pflegebedürftigen Person in der Apotheke ein, die Apotheke ruft alle offenen E-Rezepte ab. Eine PIN braucht es dafür nicht.
  • Ausdruck: Wer die Karte nicht aus der Hand geben möchte, bekommt in der Praxis auf Wunsch einen Ausdruck mit dem Rezeptcode.
  • App: Mit der E-Rezept-App schicken Sie das Rezept direkt an eine Apotheke und wählen Abholung oder Lieferung.
  • Botendienst: Viele Berliner Apotheken liefern verschreibungspflichtige Medikamente ohne Aufpreis nach Hause. Fragen Sie Ihre Stammapotheke nach den Liefertagen.
  • Mehrfachverordnung: Bei chronischen Erkrankungen und gleichbleibenden Medikamenten kann die Praxis ein Rezept für bis zu vier Abgaben innerhalb eines Jahres ausstellen. Das spart Wege.

Was kostet es, wenn der Pflegedienst zur Apotheke geht?

Übernehmen wir den Apothekengang, ist das eine hauswirtschaftliche Leistung, abgerechnet über den Berliner Leistungskomplex 13 „Einkaufen“. Wir nehmen Gesundheitskarte oder Ausdruck mit, lösen das Rezept ein und bringen die Medikamente samt Quittung zurück. Beispiele mit unseren Preisen 2026:

  • Zusammen mit einem ohnehin geplanten Besuch, etwa der Körperpflege am Morgen: 21,04 € für das Einkaufen, keine zweite Einsatzpauschale
  • Als eigener Besuch: 21,04 € plus 5,70 € Einsatzpauschale (tagsüber unter der Woche), zusammen 26,74 €, wenn die Pflegesachleistung zahlt; über den Entlastungsbetrag rechnen wir keine Einsatzpauschale ab, dort bleibt es bei 21,04 €
  • Zweimal im Monat als eigener Besuch: 2 × 26,74 € = 53,48 € aus der Pflegesachleistung, aus dem Entlastungsbetrag 2 × 21,04 € = 42,08 €

Die Preise ergeben sich aus einem Punktwert, den jeder Pflegedienst mit den Pflegekassen vereinbart. Andere Pflegedienste haben deshalb andere Preise. Unseren genauen Preis nennen wir Ihnen vorher schriftlich.

Dazu kommt wie bei jedem Rezept die gesetzliche Zuzahlung in der Apotheke: 10 % des Preises je Packung, mindestens 5 € und höchstens 10 €, nie mehr als das Medikament selbst kostet. Sie fällt gleich aus, ob Sie selbst gehen, der Bote liefert oder wir das Rezept einlösen. Wer die Belastungsgrenze erreicht, 2 % der jährlichen Bruttoeinnahmen zum Lebensunterhalt oder 1 % bei chronisch Kranken, kann sich von der Krankenkasse befreien lassen. Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren zahlen nichts zu.

Wer bezahlt den Apothekengang durch den Pflegedienst?

Das hängt vom Pflegegrad ab:

  • Pflegegrad 2 bis 5: aus der Pflegesachleistung von 796 € bis 2.299 € im Monat. Wir rechnen direkt mit der Pflegekasse ab. Wer daneben Pflegegeld bezieht, bekommt davon anteilig weniger, je nachdem, welcher Anteil der Sachleistung genutzt wird (Kombinationsleistung).
  • Pflegegrad 1 bis 5: aus dem Entlastungsbetrag von 131 € im Monat, der auch hauswirtschaftliche Hilfe abdeckt. Nicht genutzte Beträge wandern ins nächste Jahr und verfallen dort am 30. Juni. Nach dem Gesetzentwurf der Bundesregierung zur Pflegereform soll der Entlastungsbetrag ab 2027 wegfallen; ab Pflegegrad 2 soll ein Sozialraumbudget an seine Stelle treten, bei Pflegegrad 1 gäbe es keinen Ersatz. Beschlossen ist das noch nicht. Wie viel noch offen ist, zeigt unser Entlastungsbetrag-Rechner.
  • Ohne Pflegegrad: als Selbstzahler. Oft ist dann der Botendienst der Apotheke die günstigere Wahl. Nach einem Krankenhausaufenthalt oder bei schwerer Krankheit zahlt die Krankenkasse unter Umständen bis zu vier Wochen lang eine Haushaltshilfe gegen Zuzahlung; fragen Sie dort nach.

Häufige Fragen

Zahlt die Krankenkasse den Apothekengang, wenn die Medikamentengabe verordnet ist?

Nein. Die Verordnung deckt nur das Richten und Geben der Medikamente in der Wohnung ab. Den Weg zur Apotheke zahlt die Pflegekasse als hauswirtschaftliche Leistung, oder Sie tragen ihn selbst.

Darf ich das E-Rezept für meinen Vater in der Apotheke einlösen?

Ja. Mit seiner Gesundheitskarte oder dem Ausdruck aus der Praxis kann jede Person das Rezept einlösen. Die Zuzahlung zahlen Sie dort wie gewohnt.

Was tun, wenn ein Medikament am Wochenende ausgeht?

Abends und am Wochenende hilft der ärztliche Bereitschaftsdienst unter 116117, kostenlos und 24 Stunden erreichbar. In Berlin haben jede Nacht und am Wochenende Notdienstapotheken geöffnet; welche, steht an jeder Apothekentür. Lassen Sie ein Medikament nicht einfach weg, sondern fragen Sie die Praxis, den Bereitschaftsdienst oder die Apotheke, wie es bis zum neuen Rezept weitergeht.

Was tun, wenn die Medikamente nur noch für wenige Tage reichen?

Bestellen Sie das Folgerezept sofort bei der Arztpraxis, telefonisch oder online; das E-Rezept liegt danach zum Einlösen bereit. Die Apotheke löst es über die Gesundheitskarte ein und bringt das Medikament per Botendienst nach Hause, wenn niemand gehen kann. Hat die Praxis Urlaub, stellt die Vertretungspraxis das Rezept aus; abends und am Wochenende hilft der Bereitschaftsdienst unter 116117.

So helfen wir Ihnen weiter

Sie möchten, dass Medikamente gerichtet und gegeben werden und jemand rechtzeitig an das Folgerezept erinnert? Rufen Sie uns an unter 030 64828209 oder nutzen Sie das Formular auf sonnenstrahlen-pflege.de. Wir besprechen kostenlos, welcher Weg zur Apotheke für Sie am günstigsten ist, und melden uns noch am selben Werktag. Wir versorgen Berlin West und Nord, von Moabit und dem Wedding (13353) bis Spandau, und beraten auf Deutsch, Englisch und Russisch. Wie wir Medikamente zu Hause richten und geben, steht auf unserer Seite zur Medikamentengabe in Berlin.

Unsere Leistungen dazu

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